UNIFY — Unit for Family, Diversity & Equality Familie
„Familie ist vielfältig. Familie beinhaltet Lebensformen, in denen Menschen soziale Verantwortung, Fürsorge und Solidarität leben und erfahren" (FidH, 2023).
Als Mitglied folgt die Universität Heidelberg diesem Familienbegriff des Vereins „Familie in der Hochschule e.V." und orientiert sich daran mit der Arbeit des Service für Familien bei UNIFY. Die Universität Heidelberg ist seit 2010 als „Familiengerechte Hochschule“ zertifiziert und wurde zuletzt 2023 erfolgreich reauditiert. Das Audit bündelt Maßnahmen mit dem Ziel, die Personalpolitik und die Gestaltung des Arbeitsumfeldes für Beschäftigte, Wissenschaftler*innen sowie Studierende so auszurichten, dass die Vereinbarkeit von Fürsorgearbeit mit Beruf und Studium möglich wird. Der Service für Familien ist hier zentrale Kontaktstelle und bietet Vermittlung von regulärer und flexibler Kinderbetreuung und Beratung zu Angeboten für Familien sowie Studien-/Arbeitsorganisation während Schwangerschaft und Elternzeit.

Familie/Care - kurz erklärt
Aktuelle Handlungsfelder und Projekte
Im Rahmen des Audit „Familiengerechte Hochschule 2023-2026“ (mehr dazu s. unten unter „AUDIT“) und des neuen Diversity-Konzepts 2024-2029 arbeiten wir aktiv an unserem Ziel, Studien- und Arbeitsbedingungen care-gerecht zu gestalten. Bisherige Aktivitäten können Sie den Tätigkeitsberichten (s. unten unter „Konzepte und Berichte“) und der Website „UNIFY-Aktuelles“ entnehmen. Folgende Projekte bzw. Maßnahmen stehen momentan im Fokus:
- Pflege: Sichtbarmachung des Themas, Bereitstellung der wichtigen Informationen, Ausweitung des Angebots auf pflegende Studierende, Aufbau einer peer-Beratung/Netzwerk für pflegende Studierende
- Bezuschussung von Dienstreisen mit Kind(ern): interne Klärung der rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der Bezuschussung
- Infrastruktur: Zustandserfassung der aktuellen Infrastruktur (Eltern-Kind-Zimmer, Ruheräume, Stillräume, Wickelräume, Toiletten mit Wickelmöglichkeit), Eröffnung eines Eltern-Kind-Raums am Campus Bergheim
- Führung: Mitarbeit bei der Entwicklung eines Führungskodex, der auch explizit Care-Arbeit berücksichtigt
Aktuell befindet sich die Universität Heidelberg in der Reauditierungsphase (2026-2028) und bereitet ein neues Handlungsprogramm vor. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Thema „Pflege“, da viele Mitglieder unserer Universität diese verantwortungsvolle Aufgabe zusätzlich zu ihren beruflichen oder akademischen Verpflichtungen übernehmen. Am 12.02.2026 fand der Dialogtag „Angehörigenpflege“ statt, bei dem angemeldete pflegende Universitätsangehörige ihre Erfahrungen und Perspektiven im Rahmen von Fokusgruppeninterviews einbringen konnten. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in unser neues Audit-Handlungsprogramm integriert.
WEITERE INTERESSANTE LINKS UND INFORMATIONEN
Geschäftsbereich Familie, Mobilität und Wohnen am Universitätsklinikum Heidelberg
Der neue Geschäftsbereich „Familie, Mobilität & Wohnen“ (GB FaMoWo) verfolgt ein klares Ziel: ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das Lebensqualität und berufliches Engagement miteinander verbindet und damit die Attraktivität des UKHD als Arbeitgeber weiter stärkt. Dazu bündelt er erstmals Themen wie Wohnraum, Kinderbetreuung und moderne Mobilitätsangebote an einer zentralen Stelle.
L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung
Das Wissenschaftsportal L.I.S.A. der Gerda Henkel Stiftung ist ein Online-Wissenschaftsportal für historische Geisteswissenschaften und nimmt mit seinem Akronym die zentralen Möglichkeiten des Portals auf: Lesen, Informieren, Schreiben und Austauschen. Es bietet u.a. Interviews mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, stellt umfassende Themendossiers zur Verfügung und bietet eine Plattform für Videobeiträge aus dem Wissenschaftsalltag.
„Who Cares? Familien- und Sorgebeziehungen im Wandel“
Mutter, Vater, Kind(er) – bis heute gilt das traditionelle Familienbild vielen als Maßstab und Ideal. Ihm stehen aktuelle Entwicklungen entgegen: neue Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin, Änderungen der Gesetzeslage sowie der gelebte Alltag in diversen Familien, deren Vielfalt zunehmend gesellschaftlich sichtbar wird. Sie fordern die Gesellschaft heraus sich darüber zu verständigen, wer und was Familie ist und zukünftig sein soll. Öffentliche Debatten zeigen die politische und gesellschaftliche Relevanz des Themas. Solche Debatten wissenschaftlich zu fundieren, ist das Ziel dieses Projekts, das an der Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte unter der Leitung von Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern angesiedelt ist.





